Erfolgsgeschichte meiner LocsAcademy-Teilnehmerin – Sina

Den Weg in die Selbstständigkeit, ist ein mutiger Schritt. Nicht jeder kann es, denn es braucht Entschlossenheit und inneren Antrieb, um so manche Angst zu überwinden und seinem Wunsch zu folgen. 

Vielleicht sind auch dir diese Ängste schon einmal begegnet. Du kannst dir sicher sein, dass du damit ganz bestimmt nicht alleine bist. 

Im letzten Artikel habe ich dir von Lilianas Geschichte berichtet. Auch sie hatte große Zweifel daran, dass sie es schaffen kann. Doch mit Hilfe ihres Ehemanns durchlebte sie einen großen Wandel und fühlt sich heute als Dreadstylistin mehr wie sie selbst.

Doch nicht nur Liliana hat sich in der Selbstständigkeit gefunden, deshalb möchte ich dir heute von Sinas Erlebnissen auf ihrem Weg zur Dreadstylistin berichten.

Erzähl mal Sina, wie bist du dazu gekommen, Dreadstylistin zu werden?

Ich kam auf die Idee mich als Dreadstylistin selbständig machen zu wollen, da ich nach meinem Studium nebst meiner Hauptanstellung, die sehr bürolastig ist, etwas gesucht habe, wo ich mich handwerklich betätigen und viel mit Menschen zu tun haben kann.

Ich habe kurz vor meinem Studiumabschluss selber meine Dreadjourney begonnen und liebte es bereits damals schon sehr an meinen eigenen Dreadies rumzunästeln und verschiedene Dinge auszuprobieren. Als ich dann von der Locsacademy erfahren habe, war für mich der Fall klar: das will ich!

Das hört sich spannend an. Hast du dann direkt losgelegt oder gab es auch Zweifel in dir?

Am Anfang hatte ich zwei Vorbehalte. Ich war unsicher ob ich den Weg in die Selbständigkeit wirklich für mich wollte, da es viele (bürokratische) Hürden mit sich bringt. Ich war unsicher, ob ich diese finanzielle Investition in die Ausbildung überhaupt wagen möchte.

Diese Vorbehalte haben sich aber schnell geklärt, als ich an der Informationsveranstaltung zur Locsacademy teilgenommen habe. Mir wurde klar, dass ich auf jedem Schritt durch die LocsAcademy unterstützt werde.

Es gibt heute immer noch Tage, an denen die Selbständigkeit seine Schattenseite hat. Da ich aber eine ganz tolle Gruppe von anderen Dreadstylist*innen auf dem Weg kennengelernt habe, weiß ich, wo ich mir immer guten Rat einholen kann. 

Ja, der Zusammenhalt und Austausch untereinander ist wirklich eine extrem tolle Stütze. Die Teilnehmenden der LocsAcademy tauschen sich echt viel aus. Erzähl du doch mal, wie hast du dich bei deinem ersten Kunden gefühlt?

Bei meinem ersten Kunden war ich noch etwas nervös. Ich wollte schließlich alles richtig machen. Ich habe mich bereits Tage vor dem Termin mental darauf vorbereitet, bin nochmals meine Notizen gedanklich durchgegangen und hab viel zu viele Snacks eingekauft. Ich war aber definitiv auch freudig aufgeregt, als es dann los ging. Wir hatten einen unglaublich tollen und redseligen Nachmittag.

Als ich dann am Abend etwas körperlich erschöpft mich aufs Sofa hab plumpsen lassen, war mir aber eines glasklar: das war die richtige Entscheidung. Ich hab etwas gefunden, dass ich unglaublich gerne mache.

Also eine richtig tolle erste Erfahrung! Hast du auch schon mal schlechte Erfahrungen bei einem Kundentermin gemacht?

Zum Glück habe ich bis jetzt noch keine schlechten Erfahrungen mit Kund*innen gemacht. Aber aus meinem Hauptberuf kenne ich negative Kundenerfahrungen. Mein Tipp für alle die mit einem negativen Moment konfrontiert sind, ist klar: Ruhig bleiben. Durchatmen.

Wenn du die Möglichkeit hast, frage einen lieben Menschen, ob du deine Emotionen zu diesen Momenten kurz “abladen” darfst, damit du den Kopf wieder frei kriegst (im Sinne der Psychohygiene). Und dann die Situation nochmals betrachten. Auch für viele schlechte oder negative Erfahrungen, die einen belasten oder aufwühlen können, gibt es eine zielorientierte Lösung. 

Das zu hören, ermutigt bestimmt die ein oder andere. Gab es auch etwas, dass dich positiv überrascht hat?

Mich hat am meisten überrascht, wie gut mir (fast) jeder Aspekt der Tätigkeit als Dreadstylistin gefällt. Realistisch gesehen hat ja jeder Beruf seine Schattenseiten und darauf war ich auch gefasst während der Ausbildung.

Vielleicht bin ich da auch zu pessimistisch, denn ich hätte angenommen, dass es für mich mehr Tätigkeiten geben wird, die mir weniger Freude bereiten werden. Aber bis jetzt machen mir die allermeisten Tätigkeiten echt Spaß und ich freue mich jeden Tag an dem ich als Dreadstylistin tätig sein darf. 

Wie wundervoll. Auch, wenn mir das kaum jemand glauben möchte, aber mir macht Buchhaltung mittlerweile auch Spaß. Wenn du über deine Entwicklung nachdenkst, worauf bist du am meisten stolz?

Ich bin nicht jemand der sich gerne selber rühmt, da ich sehr selbstkritisch bin. Aber als ich die Ausbildung abgeschlossen und meinen ersten erfolgreichen Kundentermin gemeistert hatte, da war ich mich doch etwas stolz auf mich.

Wenn ich zurückdenke an mein träumerisches Teenager-Ich, die so viele Träume hatte und sich aber nix davon zugetraut hätte, und mich heute sehe, dann freue ich mich sehr darüber, dass ich die Chance gepackt und gemeistert habe, Dreadstylistin zu werden.

Na, da hast du aber eine tolle Entwicklung gemacht! Konntest du dir denn schon einige deiner Ziele erfüllen?

Ich hab mein Ziel, die Ausbildung zur Dreadstylistin zu machen und mir ein Business nach meinen Vorstellungen aufzubauen, definitiv erreicht. Mein Business ist natürlich noch am Anfang und im Aufbau, aber ich hätte das wohl nie begonnen, ohne die Ausbildung zu machen.

Mit dem Gedanken vom eigenen Business habe ich bereits als Jugendliche zu spielen begonnen und dass ich es nun mit 28 Jahren in die Tat umgesetzt habe, fühlt sich für mich erstaunlicherweise doch nicht nach einer langen Zeit an. Im Gegenteil, der konkrete Traum vom eigenen Dreadstylistin-Business habe ich 2020 gefasst und knapp ein Jahr später ist er bereits in Erfüllung gegangen. Wahnsinn!

Darauf kannst du definitiv stolz sein! Gibt es etwas, was du deinem Teenager-ich oder der jemandem, der auch noch an diesem Punkt steht, gern sagen würdest?

Alle die am Anfang stehen oder noch unsicher sind ob Sie diese Reise beginnen möchten, kann ich folgenden Tipp geben: such dir Gleichgesinnte und eine Community. Das hat die Locsacademy mit sich gebracht und es war so unendlich wertvoll, sich jederzeit  mit anderen, die im gleichen Boot sitzen, austauschen zu können. 

Danke für deine Offenheit und deine Worte, Sina!

Ich hoffe, dass Sinas Geschichte dich ein bisschen inspirieren konnte. Wenn ihr gern mehr von Sina sehen wollt, könnt ihr ihr auf Instagram unter @un.dreadable folgen. Die Liebe Sina lebt übrigens bei Bern in der schönen Schweiz, also auch hier mal eine tolle Dreadstylistin für die schweizer Dreadheads.

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