Ob Neuerstellung oder Pflege – Dreadlocks bleiben eine haarige Angelegenheit, bei der man jede Menge Fehler begehen kann. Viele unserer KundInnen kommen nach einem gescheiterten Versuch, Dreadlocks selber zu machen gefrustet zu uns und sehen in uns ihre letzte Rettung. 

Obwohl wir uns natürlich freuen unseren KundInnen aus der Patsche helfen zu können, möchten wir dir hier einmal ein paar wertvolle Tipps geben, damit du die beliebtesten Fehler in Sachen „Selbstversuch Dreadlocks“ vermeiden kannst.

Diese Fehler solltest du unbedingt vermeiden

  • Wachs gehört nicht in Locs! Egal ob beim Dreads selber machen, oder beim „Profi“ – lasse dir niemals Wachs oder andere verklebende Stoffe andrehen, um deine Dreadlocks machen zu lassen. Solche Substanzen hindern dein Haar am filzen, stinken und sind ganz sicher nichts, was man länger als einen Tag auf seinem Kopf herumtragen will. Anschließend kämst du sicher nicht um einen Termin beim Profi herum.
  • Verwende niemals eine Filznadel! Filznadeln eignen sich nicht zum Filzen von Haaren. Sie zerstören die Grundstruktur des Dreads und nehmen ihm die Festigkeit. Hier muss man besonders aufpassen, da der Dread direkt nach der Anwendung sich zunächst zwar fester anfühlt, doch nach kurzer Zeit lösen sich die einzelnen Strähnen, die mit der Filznadel zerrissen wurden.
  • Versteife dich nicht nur auf eine Methode, sondern kombiniere sie. Für das Dreaden empfiehlt sich eine Mischung aus der bekannten Backcombing-Methode, der Strähnchen-Methode und der Häkelnadel-Methode. Bei richtiger Anwendung kannst du so besonders gut die Dicke und Länge deiner Dreads bestimmen und kannst sie nahezu ohne Schmerzen bis zur Kopfhaut filzen. Mehr Infos zu den genannten Methoden zum Dreads selber machen findest du in unserem Blogartikel 5 Erstellungsmethoden für Dreadlocks!
  • Filze deine Dreads immer bis ganz an die Kopfhaut herunter! Sie gehen sonst leicht wieder auf und haben Mühe vernünftig weiter zu filzen.
  • Gummibänder haben in deinen Dreads nichts verloren. Auch Zahnspangenbänder oder selbst synthetische Bänder, die „extra für Dreads“ hergestellt worden sein sollen, solltest du nicht verwenden. Viele benutzen sie zwar zur Stabilisation der Ansätze oder Fixierung der Spitzen, doch dies wird dir schnell zum Verhängnis! Diese Gummis lösen sich oft auf und bleiben als schleimige Rückstände in deinen Dreadlocks zurück.
  • Sei nicht so ungeduldig. Stelle dich beim Dreads machen mindestens auf ein bis zwei Tage Arbeit ein! Frage am besten zuverlässige Freunde, ob sie dir am Hinterkopf helfen können. Der größte Fehler ist zu glauben, dass Dreads sich in ein bis zwei Stunden kurz mal erstellen lassen. Und auch bei der Entwicklung gilt: Kommt Zeit, kommt Filz!
  • Trau dich, Hilfe zu holen! Wenn du merkst, dass du nicht allein weiter kommst oder deine Freundinnen und Freunde keine Lust mehr haben, warte nicht zu lang, um dich beraten zu lassen. Je mehr Zeit vergeht, umso schwieriger wird es letztlich, deine Arbeit zu vollenden und gegebenenfalls zu optimieren. Falls du nicht weiter weißt, melde dich bei uns! Wir helfen dir gerne – ob nur als Beratung oder direkt als Termin, wir sind für dich da!

Unsere Tipps allein sind natürlich lange nicht der Schlüssel zu schönen und haltbaren Dreads, die speziell zu dir passen. Diese Punkte sind lediglich der Anfang einer langen Liste der häufigsten Fehler beim Selbermachen von Locs, mit denen wir aus den Selbstversuchen unserer KundInnen regelmäßig konfrontiert werden. Dreadlocks sind eine ganz individuelle Sache, für die man einfach Erfahrung braucht.

Wir möchten niemanden davon abhalten es selbst zu versuchen, aber wir möchten ganz stark davor warnen einfach drauf los zu legen und sich vorher nicht zumindest ein wenig damit zu beschäftigen! Für Fragen sind wir immer offen und falls du dich schlussendlich doch überfordert fühlst, geben wir dir natürlich trotzdem auch immernoch gerne einen Termin bei uns :)

Unsere Teammitglieder findest du auf unserer Dreadstylist finden Seite!

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